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Foyer-Fassade fertiggestellt

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22.07.2008 | Citypastoral

 

28 Tonnen Beton am Münster montiert

 

Fassade des neuen Foyers heute fertig gestellt

 

 

7 Tonnen wiegt dieser Koloss

Die fertige Fassade des Neubaus

Deutlich zu sehen die Beimischung von Rheinsand und die durch die Säure hervorgerufene raue Oberfläche

Präzisionsarbeit ist gefragt von Montageleiter Jens Stoll

Der Foyer-Neubau am Bonner Münster hat heute seine endgültige Form erhalten. Mit der Installation der 14 Beton-Träger, die zusammen 28 t wiegen, ist die Fassade weitgehend fertig gestellt worden. „Für mich ist das ein entscheidender Bauabschnitt“, sagte Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher, der auch Bauherr ist. „Denn jetzt ist das Ziel der Baumaßnahmen deutlich zu sehen.“

 

 

Sensible Kolosse: Masse mit Klasse

 

Die Betonteile haben ein Gewicht von 600 kg bis 7 t. Während für die leichteren Träger noch der LKW-Kran ausreichte, musste spätestens für den schwersten Koloss ein 30-Tonnen-Kran anreisen. „Vorsicht ist auf jeden Fall geboten“, weiß Montageleiter Jens Stoll. „Die Betonteile haben eine sehr sensible Oberfläche.“ Deswegen ist bereits beim Entladen und Aufziehen der Betonteile Präzisionsarbeit notwendig. Um Millimeter geht es aber bei der Endmontage der Träger, die wie Legosteine ineinander gesteckt werden. Stoll: „Wenn so ein Brocken einmal liegt, kann man diesen ja nicht einfach in die richtige Position schieben.“

 

 

Rheinsand für die Harmonie

 

Der Beton wurde bei der weltweit renommierten Firma Hering in Burbach gegossen. Bei der Mischung wurde Rheinsand hinzugegeben, um dem Beton die Tuffstein-Farbe des Münsters zu geben. In einem Spezialverfahren wurde nach dem Guss das glatte Material mit Säure gewaschen, damit die Oberfläche rau wird. Dadurch harmoniert das neue Foyer mit dem mittelalterlichen Bau, setzt sich aber durch die Architektur deutlich davon ab um die Würde des historischen Baus zu bewahren.

 

 

Münster demnächst besser zu sehen

 

Was viele der Schaulustigen bereits verdrängt hatten: Zuvor verdeckten eine Mauer und der Zugang zum Münstersaal die Sicht auf das Münster. Der Neubau hingegen ist „durchsichtig“ und legt den Blick auf die Basilika frei.

 

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Letzte Aktualisierung: 08.09.2009