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03.07.2008 | Citypastoral
22 neue Mitarbeiter für den Münster-Laden
Stadtdechant übergab Zertifikate für Aus- und Fortbildung in der Citypastoral
„Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.“ – Mit diesen Worten eröffnete Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher seine Ansprache anlässlich des Ausbildungsabschlusses der Citypastoral und fuhr fort: „Dies könnte das Motto, das Programm unserer Arbeit sein.“ Damit sprach er vor allem die knapp 50 neuen und alten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die sich ein halbes Jahr durch Schulungen und Ausbildung auf ihren ehrenamtlichen Dienst vorbereiteten. Selbstverständlich wurde die Übergabe der Zertifikate auch mit einem schönen Fest im Garten des Albertinum gefeiert.
Münster-Laden ist ein pastorales Konzept
„Das Konzept des Münster-Ladens ist, auf niederschwelligem Niveau durch Medien mit den Menschen in Kontakt zu treten“, so Schumacher, der auch Leiter der Citypastoral ist. Dennoch sei es wichtig, dass der Laden rentabel sei und die Kunden professionell bedient würden. „Allerdings setzen wir an vielen Punkten andere Maßstäbe als der gewerbliche Handel“. – Immer wieder gern erzählt die Chefin des Ladens von einem jungen Mann erzählte, der im Münster-Laden einen Rosenkranz in Größe XL kaufen wollte, offenbar nur zu „Dekozwecken“. Wie jeder Rosenkranzkäufer erhielt er auch eine kostenlose Anleitung zum Rosenkranzgebet, die ihn veranlasste nach zwei Tagen wieder zu kommen, „weil er noch ein paar Fragen habe“. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig auch der Münster-Laden für die Seelsorge ist. Man muss jede Möglichkeit nutzen, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen und ein Zeugnis des eigenen Glaubens zu geben.
Anlaufstelle Foyer
Das Foyer ist eine Anlaufstelle in der Kirche für Ratsuchende aller Art. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hören zu und geben Rat, wo es weitergehen kann. Hierfür bot die Citypastoral nun eine Fortbildung an. Einige sind schon seit rund sieben Jahre dabei, andere sind erst im vergangenen Jahr zum Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Foyer am Münster“ gestoßen. Alle 25 Ehrenamtlichen gemeinsam haben von Februar bis Juni an einem Aufbaukurs teilgenommen, um sich auf ihre Tätigkeit im „neuen Foyer“ vorzubereiten. Wegen der großen Fülle der Informationen, die sich unsere Mitarbeiter aneignen müssen, um auch zukünftig den Besuchern des „Foyers“ qualifiziert Auskünfte erteilen und Wegweisung geben zu können, war diesmal Spezialisierung angesagt. Jeder Ausbildungsteilnehmer konnte sich entscheiden, ob er einen Schwerpunkt „Caritas“ oder „Münster“ setzen wollte. Deswegen war auch Caritasdirektor Jean-Pièrre Schneider bei der Feier mit anwesend
Ehrenamt mit Anspruch
Wenn auch die Tätigkeit in der Citypastoral ehrenamtlich ist, so ist es dennoch wichtig, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern professionelle Hilfestellung und eine solide Basis zu geben. „Buchhaltung muss bei uns niemand können“, so Münster-Ladenchefin Sabine Riedl, „für uns stehen andere Dinge mit im Vordergrund.“ Damit meint Riedl Unterrichtseinheiten wie Kommunikationstraining, Simulation von Kundengesprächen, Kenntnis von religiösen und liturgischen Fachbegriffen und die Auseinandersetzung mit der Materie Buch. Trotzdem will der Umgang beispielsweise mit der Kasse auch gelernt sein. Darüber hinaus hat die Chefin einen „Crashkurs Buchhandel“ entwickelt sowie eine Infomappe für jeden Mitarbeiter, die kontinuierlich erweitert wird.
Es geht um den anderen
Das Abschlussfest begann mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Collegium Marianum.“Der Nächste ist immer der, der gerade meine Hilfe braucht.“ so Msgr. Schumacher. Und dies würden die neuen und alten Mitarbeiter in ihrem Dienst sicherlich täglich erleben können. Jedoch stünde bei dem Dienst nicht der Mitarbeiter im Vordergrund, sondern der Nächste: „Es geht nicht um uns, sondern um den anderen und in ihm um Jesus Christus selbst.“
Foyer am Münster Münster-Laden
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