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24.09.2007 | Citypastoral Bonn
Erfolgsgeschichte mitten in der City
Benedikt, Hape und der Nikolaus
Ein ungewöhnliches Projekt der Pastoral feiert in diesen Tagen in der Bonner City sein 5jähriges Jubiläum: DER Münster-Laden. Als um die Jahrtausendwende die Bücherei der Münsterpfarre aufgegeben werden musste, weil das Erzbistums seine Zuschüsse gestrichen hatte, wagte Stadtdechant und Münster-Pfarrer Wilfried Schumacher das Projekt, über den Verkauf von Medien mit Menschen ins Gespräch über Fragen des Glaubens zu kommen. Jetzt kann er zufrieden feststellen: „Der Laden ist inzwischen in Bonn etabliert. Ohne ihn würde der City etwas fehlen.“
Am Samstag, dem 29. September 2007 feiert der Münster-Laden sein fünfjähriges Bestehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht allein feiern möchten, laden herzlich ein, dabei zu sein. Ab 11 Uhr gibt es in der Gerhard-von-Are-Straße Kaffee, Kuchen, Sekt und Live-Musik und die Gelegenheit, mit netten Leuten ins Gespräch zu kommen.
Auch in anderen deutschen Großstädten gibt es Kirchenläden in der City. Nirgendwo sind sie jedoch so professionell geführt und haben ein so umfangreiches Sortiment wie in Bonn. Ansprechend und einladend ist nicht nur die Einrichtung, sondern gerade auch das Personal, welches aus über 30 besonders geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht. In ihren Begegnungen mit den Menschen besteht „die große Stärke und die pastorale Chance“ des Ladens, denn hier werden erste oder erneute Kontakte zur Kirche geknüpft. Zwar muss ein solcher Laden auch wirtschaftlich arbeiten. Aber für die Kirche in der Stadt ist er in erster Linie ein pastorales Projekt.
„Immer mehr Menschen scheinen festzustellen, dass sie ihr Wissen über den Glauben verloren haben und haben das Bedürfnis diese Lücke wieder zu füllen. Das spielt insbesondere in der Glaubensvermittlung an Kinder und Jugendliche eine Rolle“, sagt die Leiterin des Münster-Ladens, Sabine Riedl und berichtet: „Die stärksten Verkaufserfolge sind die Bücher des Papstes, wobei das neueste alle Rekorde geschlagen hat, dann Bücher über den Jakobsweg, hier liegt natürlich Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ ganz vorne und alle Jahre wieder unser Schokoladen-Nikolaus, der den Bonnern inzwischen richtig ans Herz gewachsen zu sein scheint.“
„Wir sind auf dem Markt, wir nutzen die Chancen des Marktes, aber wir sind trotzdem anders als der Markt“, sagt Wilfried Schumacher, der Leiter der Citypastoral, zu deren Projekten der Münster-Laden gehört. Von Anfang an wurde der Laden begleitet durch die Beratung der Mediendienstleistungsgesellschaft der Deutschen Bischofskonferenz, die ihm nicht nur gute Zukunftschancen attestiert, sondern immer wieder voll des Lobes ist über die konkrete Arbeit. In einem Artikel in „münsteraktuell“ schreibt der Münster-Pfarrer: „So gratuliere ich allen, die zur Erfolgsgeschichte des Ladens mit beigetragen haben, und ich danke allen, die sie mitgeschrieben haben. Besonders allen denen, die mit mir an diesen etwas ungewöhnlichen Weg der Pastoral geglaubt haben.“ |
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