Stabsstelle Kommunikation

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Zu Gast bei Freunden

Sehr dankbar bin ich vor kurzem von einer Urlaubsreise nach Israel zurückgekehrt. Dankbar bin ich vor allem für die vielen Begegnungen, die bei diesem privaten Aufenthalt möglich waren. Gleichzeitig bin ich aber auch sehr nachdenklich geworden.

Sehr dankbar bin ich vor einer kurzem von einer Urlaubsreise nach Israel zurückgekehrt. Dankbar bin ich vor allem für die vielen Begegnungen, die bei diesem privaten Aufenthalt möglich waren.
Gleichzeitig bin ich aber auch sehr nachdenklich geworden. Die Situation der Christen im Heiligen Land ist sehr traurig. Sie leben eingezwängt zwischen dem verständlichen Streben der Israelis nach Sicherheit und der immer stärker werdenden Radikalisierung und Ablehnung durch die jungen Muslimen. Von einer friedlichen Koexistenz zwischen den Angehörigen der verschiedenen Religionen im Nahen Osten ist nichts zu spüren. Viele junge Christen verlassen ihre Heimat. Sie sehen keine Zukunft mehr für sich. Die Alten bleiben. Sie haben sich mit der Situation arrangiert.

Arbeit als Friedensbasis

Ich bewundere die Christen, die die Hoffnung nicht aufgeben, und nach wie vor daraufsetzen, dass ihre Arbeit eine Friedensarbeit ist, die das friedvolle Miteinander stabilisiert. Etwa Father Vincent von den Salesianern in Bethlehem, der eine Fußballmannschaft an der Schule der Salesianer gegründet hat und der überzeugt ist, dass seine Schüler durch das gemeinsame Spiel Fairplay und einen respektvollen Umgang miteinander lernen. Oder die Schwestern vom Heiligen Karl Borromäus in Jerusalem, in deren Kindergarten die Kinder und darüber deren Familien von klein auf lernen, dass es wichtig ist, den anderen mit seinen religiösen Überzeugungen zu tolerieren und zu akzeptieren.

Bonn hilft Bethlehem - Bonn hilft Jerusalem

Mit unseren beiden Projekten „Bonn hilft Bethlehem“ und „Bonn hilft Jerusalem“ zeigen wir unsere Solidarität mit ihnen. Sie können das Geld gut gebrauchen. Wichtiger aber ist ihnen die Freundschaft mit uns, die ihnen zeigt, dass sie nicht allein gelassen sind. Wir könnten noch ein paar Leute gebrauchen, die sich hier bei uns dafür mit Ideen und Tatkraft mit engagieren. Übrigens im Herbst fahre ich wieder ins Heilige Land. Die Citypastoral hat eine geistliche Reise ausgeschrieben, bei der wir uns vom Wort Gottes durch die Heimat Jesu führen lassen wollen. Natürlich werden wir auch unsere Freunde besuchen. Sie freu-en sich schon darauf. Bei dieser Reise sind noch Plätze frei. Flyer liegen in der Kirche aus. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie mir: schumacher@bonner-muenster.de
Msgr. Wilfried Schumacher Münsterpfarrer

Hinweis: Dieser Text erschien zuerst in der Ausgabe des "münster aktuell" 10/2017 am 26. März und wurde leicht angepasst.

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