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Da müssen Engel am Werk sein

Das Bild des umgestürzten Baukrans, der vor kurzem beim Abriss der Südüberbauung umgekippt und für Stunden den Straßen(-bahn)verkehr lahmgelegt hat, sah auf den ersten Blick sehr dramatisch aus. Zum Glück blieb der Schaden bei der zerstörten Oberleitung und dem beschädigten Kran, Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Das Bild des umgestürzten Baukrans, der vor kurzem beim Abriss der Südüberbauung umgekippt und für Stunden den Straßen(-bahn)verkehr lahmgelegt hat, sah auf den ersten Blick sehr dramatisch aus. Zum Glück blieb der Schaden bei der zerstörten Oberleitung und dem beschädigten Kran, Menschen wurden dabei nicht verletzt. „Es hätte auch anders ausgehen können. Da muss ein Schutzengel seine Finger im Spiel gehabt haben“, war mein erster Gedanke, als ich die Bilder in den sozialen Medien sah.


„Denn er befielt seinen Engeln, dich zu behüten auf alle deinen Wegen.“


Solche und ähnliche Momente kennen bestimmt auch Sie. Es sind die Momente, in denen uns angesichts eines Unglücks oder einen schlimmen Nachricht im ersten Moment der Atem stockt und wir dann aber erstaunt sind, wenn wir erfahren, dass nichts Schlimmeres geschehen ist. „Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“


Wer sind diese Himmelswesen, von denen schon in vorexilischer Zeit im Alten Testament berichtet wird, dass es einen ganzen himmlischen Hofstaat geben muss, zu dem auch sie gehören (Psalm 82)?


In der Bibel werden uns die Engel als Botschafter und Beschützer präsentiert: Es sind Engel, die am leeren Grab die Botschaft von Jesu Auferstehung verkünden (Lk 24,1-12) oder dem Volk Israel beim Auszug aus Ägypten auf ihren Weg schützen (Ex 23,20). Manchmal erscheinen sie in heller Lichtgestalt, ein anderes Mal wiederum werden sie als sechsflüglige Wesen beschrieben und Serafim genannt.

 

So unterschiedlich auch ihre Beschreibungen und Bezeichnungen sind und so schwer es uns manchmal fällt an einen Engel zu „glauben“, so mehr dürfen wir uns über die Momente freuen und glücklich schätzen, in denen scheinbar ein Engel am Werk war. Es sind eben die Augenblicke, in denen wir den Schutz Gottes in besonderer Weise am eigenen Leib oder bei anderen Menschen erspüren können. Der Psalmbeter treibt es auf die Spitze indem er weiter spricht: „Du schreitest über Löwen und Nattern, trittst auf Löwen und Drachen.“


Provozieren sollten wir die himmlischen Wesen vielleicht nicht, aber auch nicht unterschätzen. Gewiss hat ein jeder einen Schutzengel an seiner Seite. Also, bleiben Sie behütet!

 

Sebastian Stiewe
Leiter Citypastoral

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