Antworten auf Fragen zur kirchlichen Heirat

Katholische und evangelische Kirchen boten Hochzeitsberatung auf der Hochzeitsmesse im Kameha an
11. Januar 2016; Sebastian Eckert (sebastian.eckert@katholisch-bonn.de)

BONN. Für viele gehört eine festliche Trauung durch einen Geistlichen zur Eheschließung dazu. Doch kommen bei den Vorbereitungen immer wieder Fragen auf: Gibt es Hindernisse? Können wir uns auch außerhalb einer Kirche kirchlich trauen lassen? Was muss man allgemein beachten?

 

Aus diesem Grund waren auch die katholische und evangelische Kirche als Anlaufstelle mit einem ökumenischen Stand auf der Hochzeitsmesse „Tag der Hochzeit Bonn 2016“ im Hotel Kameha Grand vertreten. Dort fanden heiratswillige Paare erfahrene Ansprechpartner für Fragen und rum die kirchliche Trauung.

 

„Viele staunten darüber, dass wir als Kirche in diesem Setting vertreten gewesen sind“, berichtet der Referent für die Ehepastoral, Norbert Koch, vom Katholischen Bildungswerk. Von 11.00 bis 16.30 Uhr gaben die Referenten am Stand Auskunft und Tipps. Der gemeinsame Stand der beiden Kirchen wurde gut angenommen. „Vielen der Besucher, die wir beraten haben, ist es auch wichtig, dass wir dort ökumenisch Hilfestellungen geben können.“ So konnten schon vor Ort Fragen geklärt werden, was man beachten muss, welche Unterlagen und Voraussetzungen man mitbringen muss.

 

„Oft wird auch gefragt, wo und ob man überhaupt kirchlich heiraten kann. Wir helfen dann weiter, stellen auch mal den Kontakt zu den Wunschkirchen vor Ort her oder vermitteln Ansprechpartner“, berichtet Koch. Denn bei vielen Paaren sei der Bezug zur Pfarrgemeinde vor Ort nicht mehr gegeben, oder sie möchten an anderen Orten als dem Wohnort heiraten.

 

Viele der Interessierten blieben länger am Stand stehen. „Oft kam es zu sehr tiefen Gesprächen“, andere brauchten nur kurz einige Infos“, berichtet Koch.

 

Ein echter Anziehungspunkt war auch die Lostrommel mit literarischen und biblischen Texten zum Thema Beziehung und Trauung. Sie regten die Paare zum Nachdenken an, gaben Impulse, etwa für das Ehegelöbnis.

 

Gemeinsam klettern, kochen, reden – Kirchen bieten auch ausgefallene Ehevorbereitungskurse an

Fester Bestandteil einer kirchlichen Trauung ist ein Ehevorbereitungskurs. Gemeinsam mit anderen Brautpaaren finden Hochzeitswillige Anregungen für die Gestaltung der Trauung und das christliche Eheleben. Sie machen sich mit dem katholischen Eheverständnis vertraut machen und nehmen sich Zeit füreinander.

 

Bei diesen Kursen gehen die Kirchen auch neue Wege: So bieten sie neben traditionellen Gesprächen auch gemeinsame Kochveranstaltungen, Trauwerkstätten, Geocaching oder Kletter-Erlebnisse, etwa in Nideggen an. „Mit solchen Veranstaltungen möchten wir die Bindung der Paare stärken, Zeit geben und Vertrauen schaffen. Die letzten Monate vor der Hochzeit sind immer erfüllt mit sehr viel Organisation. Da bleibt oft wenig Zeit für die Partnerschaft an sich“, berichtet Koch.

 

Mit solchen Veranstaltungen habe man gute Erfahrung gemacht. „ Viele melden sich zurück, berichten über ihre tollen Erlebnisse“, so Koch.

  

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